PARK Stuttgart  —  2026

Park Stuttgart. Neue Brand Identity für den Perkins Park.

Branding
Infos

Kunde
PARK

Branche
Nightlife

Leistungen
Brand Identity
Art Direction
Motion Design

Eine Stuttgarter Institution beginnt ein neues Kapitel.

Seit 1980 gehört der Perkins Park zum Stuttgarter Nachtleben. 2026 wird aus Perkins Park PARK. House und Techno rücken stärker ins Zentrum, internationale Bookings gewinnen an Gewicht, der Club wird räumlich neu gedacht und auf größere Nächte ausgerichtet. Ein bekannter Ort beginnt damit ein neues Kapitel.

Für Hochburg ist PARK das nächste gemeinsame Projekt mit dem langjährigen Partner Denis Gugac. Nach Comodo, Zubrovka Festival und Diskowirt folgt nun ein Club, dessen Geschichte tief im Stuttgarter Nachtleben verankert ist – dessen Zukunft aber bewusst nicht aus dieser Vergangenheit gestaltet werden sollte.

Schon in den ersten Gesprächen wurde klar, dass eine behutsame Modernisierung zu kurz greifen würde. Die programmatische und räumliche Veränderung des Clubs sollte auch visuell spürbar werden. Gesucht war keine zeitgemäßere Version des Perkins Park, sondern eine eigenständige Identität für PARK. Für das Corporate Design ging der Blick deshalb bewusst über Stuttgart hinaus. Gemeinsam mit dem Team wurden internationale Clubs, ihre Auftritte und die visuellen Codes aus House, Techno, Musik, Mode und elektronischer Kultur betrachtet. Welten, in denen Marken häufig weniger über klassische Absenderlogik funktionieren als über Zeichen, Codes und Wiederholung.

Brand DNA

Mit der Reduktion von Perkins Park auf PARK entstand ein kompakter Name mit vier Buchstaben. Statt daraus eine konventionelle Wortmarke zu entwickeln, wurde diese Reduktion gestalterisch weitergeführt. P, A, R und K verdichten sich, teilen Formen und Räume und entwickeln gemeinsam eine neue Silhouette.

So entsteht eine Wortbildmarke an der Grenze zwischen Schrift und Symbol. Die Buchstaben bleiben Teil der Konstruktion, treten in der Wahrnehmung aber hinter die Gesamtform zurück. Mal liest man PARK, mal erkennt man zunächst das Zeichen. Die Grenze zwischen Lesen und Erkennen wird bewusst verschoben.

Die weitere Gestaltung folgt derselben Logik. Schwarz, Grau und Weiß bilden das Fundament, kräftige Farben setzen gezielte Peaks in Pink, Blau, Rot, Grün oder Violett. Große Typografie trifft auf eine technischere zweite Schrift. Harte Ausschnitte stehen neben bewegter Clubfotografie: Artists, Körper, Crowd, Lichtspuren, Nähe und Unschärfe. Bilder wie einzelne Frames aus einer langen Nacht.

Feine Raster, Linien und Interface-Elemente bringen eine zweite Ebene in das System – mit Anklängen an Timeline, Player oder DJ-Mixer. Ein festes Grid organisiert Artist-Kommunikation, Monatsprogramme, Social Assets und Eventflächen, ohne die Gestaltung festzusetzen.

Branding

Das PARK-Zeichen wird dabei nicht nur als Absender eingesetzt, sondern selbst zum grafischen Material. Es wird angeschnitten, vergrößert, verschoben, wiederholt oder zur Fläche. Während das Zeichen die expressive Funktion der Marke übernimmt, bleibt die operative Kommunikation bewusst klar: Artists, Termine, Line-ups und Informationen werden über ein präzises typografisches System organisiert.

So kann die Brand immer wieder ihre Rolle wechseln. Das Zeichen sitzt klein auf einem Artist Asset, läuft über ganze Motive, erscheint als Metallobjekt, Tattoo oder digitale Struktur. Auf den zukünftigen LED-Spaces im Clubraum löst es sich schließlich aus der statischen Anwendung: Es wird animiert, fragmentiert und mit Licht, Bewegung und Sound verbunden.

PARK bekommt damit nicht einfach einen neuen Namen und ein neues Erscheinungsbild. Es entsteht eine visuelle Sprache für die nächste Phase des Clubs – dichter, internationaler und eigenständiger, aber flexibel genug, um sich mit dem Ort weiterzuentwickeln.

Die Geschichte des Ortes bleibt im Raum. Das Design kümmert sich um die nächste Nacht.